Mär21

Schulwechsel - ab heute an der Zuckmayer-Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Hannelore Mandl und Sabine Heiling

Nach zwei Tagen an der Hans-Fallda-Schule, tauschen wir heute mit Bettina & Christian die Schulen - für geht's nun an der Zuckmayer-Schule weiter.

Informationsgespräch mit dem Direktor und der Kon-Rektorin der Schule. Er erzählte uns über den Aufbau der Zuckmayer-Schule, die Herausforderungen der laufenden Umstrukturierung zu einer Sekundarschulform und mit den Problematiken mit bestimmten Schüler/innen.

Anschließend durften wir bei einer Beratung hospitieren. Wir erlebten Gabi als sehr kompetent und empathisch.

Danach trennten wir uns zu Terminen beim Jugendcoach und Verein 2. Chance.

Jugendcoach: Diese Stelle wird einem Budgettopf der Schule finanziert, mit dem Ziel Schüler/innen aus der 10.Schulstufe in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie fixiert dabei Termine mit den Jugendlichen, wo über ihre Berufswahl gesprochen wird und die notwendigen Voraussetzungen dafür abgeklärt werden. Es folgt eine Planerstellung, wie dieser Berufswunsch bestmöglich erreicht werden kann. Die Möglichkeiten dazu erlebte Sabine als sehr vielfältig, trotzdem ist der Schulerfolg schlussendlich entscheidend. Eine Besonderheit dieses Angebots ist die Fallweise Begleitung zu Vorstellungsgesprächen. Diese Form der Schüler/innen Begleitung findet bereits das fünfte Jahr statt.

2. Chance: Dieses Projekt besteht in Deutschland bereits seit 2006 und ist voraussichtlich bis 2013 finanziert. Das Ziel: Schulverweigerung bei Schüler/innen mit mehr als 10 unentschuldigten Fehltagen/Halbjahr bis zu 11-20 Fehltagen/Halbjahr wieder in den Unterricht rückzuführen. Passive Schulverweigerung und Schüler/innen, welche die genannte Anzahl der Fehltage überschreiten, werden an andere Institutionen weiterverwiesen. Des Weiteren muss von Seiten der LehrerInnen für die Aufnahme des betroffenen Jugendlichen eine positive Prognose bestehen und es werden nur Schüler/innen aus der 7./8. Schulstufe berücksichtigt.

An der Zuckmayer Schule sind 5 Mitarbeiter/innen des Projektes vor Ort. Der Prozessablauf gestaltet sich folgendermaßen:

Es werden jedes Monat die Klassenbücher der 7./8. Klassen auf Auffälligkeiten bezüglich Fehlstunden kontrolliert. Bei den Stufenteams, an welchen die Mitarbeiter/innen jede Woche teilnehmen, werden diese mit den Lehrer/innen besprochen. In Einzelfällen melden sich jedoch auch Lehrer/innen und berichten von möglichen Betroffenen. Weitere Vorgehensweise: Schüler/innenkontakt, Kooperationsverträge (mit den Schüler/innen), Abstimmung der Fördereinheiten auf Zielsetzung. Förderung durch Hausaufgabenbetreuung, Einzelbetreuung, durch den zuständigen Bezugsbetreuer/der Bezugsbetreuerin, Gruppentraining stattfinden. Des Weiteren wird intensiver Kontakt zu Eltern und Lehrer/innen gehalten. Die Förderung zielt auf ein Jahr, mit Option auf Verlängerung 2x3 Monate. Levent Gülfirat (Projektleiter) berichtet von einer positiven Rückführung von 80-90%.

Später,  bei Kaffee und Kuchen, fand ein sehr anregender Austausch mit Gabi statt, bei  welchem Fälle und die unterschiedlichen Herangehensweisen und die Möglichkeiten und Grenzen der Supervision und Intervision besprochen wurden.

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