Mär21

Der 3. Tag - Schichtwechsel: ab heute an der Hans-Fallada-Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Bettina Schweighofer und Christian Marczik

3 Konzepte der Schulsozialarbeit in einem Haus

SCHULSTATION: Grundschule 1.-6. Klasse

Aufgaben: sozialpädagogische Einzelförderung, sozialpädagogische Gruppenarbeit, Konfliktintervention, Krisenintervention, Elternarbeit, Beratung

Im Gegensatz zu den im Folgenden beschriebenen Konzepten arbeitet an den Schulstationen ein gemischtgeschlichtliches Team, bestehend aus einer/einem SozialarbeiterIn und einem/einer ErzieherIn. Aufgaben sind die gleichen, wobei der/die SozialarbeiterIn die Leitung inklusive administrative Tätigkeiten und eine höhere Entlohnung hat.

SCHULSOZIALARBEIT - Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen: Förderzentrum

Aufgaben sind dieselbe, betrifft aber die SchülerInnen im Förderzentrum (7.-10. Klasse)

SCHULSOZIALARBEIT – BuT: 1.-6. Klasse

Aufgaben sind dieselben und zusätzlich gibt es das Angebot der Berufsorientierung

Der wesentliche Unterschied in den Projekten liegt in den Fördergebern, Träger ist jeweils der selbe (Tandem)

Sozialpädagogische Einzelförderung

LehrerInnen stellen den Bedarf einer Einzelförderung fest, füllen einen Bedarfsbogen aus und stellen Kontakt zur Schulstation her. Anschließend kommt es zu 3 Hospitationen in der jeweiligen Klasse des Kindes in unterschiedlichen Fächern. Soll dann noch immer eine Einzelförderung durchgeführt werden wird Kontakt zu den Eltern hergestellt, weil diese der Förderung zustimmen müssen. Bei Zustimmung wird mit dem Kind 1x pro Woche für eine Unterrichtsstunde gearbeitet. Zurzeit belaufen sich die Einzelförderungen auf 5 Fälle.

Beratungen

Grundsätzlich gibt es keine Beratungen während der Unterrichtszeit. Die LehrerInnen können aber bei Bedarf Kinder mittels eines Laufzettelsystems in die Schulstation schicken. Dabei handelt es sich meist um Konfliktinterventionen. Bei Krisen ist die Beratung bzw. Intervention auch ohne Einverständnis der Eltern rechtlich möglich.

Hofpause

Dient zur Kontaktaufnahme mit LehrerInnen, nach Vereinbarung kommen SchülerInnen in die Schulstation. Die Schulsozialarbeit geht nicht zur Kontaktaufnahme in den Hof.

Kooperationslehrerin

Eine Lehrerin aus dem Förderzentrum stellt in der Hans-Fallada-Schule das Bindeglied bzw. die Schnittstelle zwischen Schulstation und Lehrerkollegium dar. Im Gegensatz zur Sekundarstufe sind hier keine gemeinsamen Fortbildungen vorgesehen. Grundsätzlich sind die Aufgaben Vermittlung und Weitergabe von Infos. Dies befindet sich im Aufbau. Zudem gibt es im Kooperationsvertrag keine klar definierten Aufgabengebiete, das die Zusammenarbeit nicht erleichtert.

Aus der Sicht von Ray Ilge sind folgende Punkte für das gelingen Zusammenarbeit mit der/dem KooperationslehrerIn wichtig:

- Freiwilligkeit (KooperationslehrerIn betreffend)

- Stundenfreistellung von Seiten der Schule für diese Aufgabe

- gegenseitige Einführung in die unterschiedlichen Systeme (Schule und Schulsozialarbeit)

- gemeinsame Fortbildungen sowie Vermittlung und Infoweitergabe ans Kollegium

- gemeinsame Sitzungen

- Lobbyarbeit

Beratungslehrerin

Wie in Österreich gibt es in Berlin auch das System der BeratungslehrerInnen. Im Fall der Hans-Fallada-Schule hat diese Funktion die Kooperationslehrerin. Aufgaben der BeratungslehrerIn ist die Förderdiagnostik. Es wird unterschieden zwischen emotional-sozialen Defiziten und Defizite im Bereich Lernen. Im Förderzentrum befindet sich unter anderem eine temporäre Lerngruppe von 6 SchülerInnen mit Defizite im ersteren Bereich.

Räumlichkeiten

Ein geräumiges Büro sowie ein umfangreich ausgestatteter Gruppenraum mit jeder Menge Spielen, Materialien für die Sinne, Verkleidungs- und Bastelmaterialien, Rückzugs- und Entspannungsecke, Musikinstrumente um nur einige zu nennen kennzeichnen diesen „Wohlfühlraum“.

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