Mär19

Erster Hospitationstag in Berlin - erstmal in die Hans-Fallada-Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Hannelore Mandl und Sabine Heiling

Treffpunkt: 8:30 bei der U-Bahn Haltestelle Boddinstraße: Wir wurden von Gabi und Stefanie herzlich begrüßt und dann ging es getrennter Wege ab in die Schulen.

Wir wurden sehr herzlich mit Kaffee, Tee und Leckereien empfangen. Als erstes stach uns gleich der sehr nett gestaltete Gruppenraum ins Auge; Stefanie informierte uns, dass für die Gestaltung der Schulstation „Sternenwiese“ 2008 ein sehr lukratives Budget vorhanden war;

 9:00-10:10 Besprechung mit dem Schulleiter der Hans Fallada Schule: Es gab Informationen zu den beiden am Standort geführten Schulen: Die Grundschule (1.-6.Schulstufe) und das an dem Standort befindliche Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Sonderpädagogischen Förderbedarf (1.-10.Schulstufe).

Die Grundschule umfasst ca. 420 Schüler/innen mit 90% Migrationshintergrund.

Was hat uns am Konzept der Schule besonders gut gefallen?

Es gibt Freiwillige, die beispielsweise als LesepatInnen in die Schule kommen und mit Kindern einzeln Zeit mit Lesen verbringen;

Jahrgangsübergreifender Unterricht von der 1.-3. Schulstufe, wobei hier der Direktor die Grenzen dieses Unterrichtes sehr wohl anmerkte;

Elternarbeit ist generell ein sehr wichtiges Thema,  mit dem Ziel die Schule als ein Familienzentrum zu etablieren d.h. die Familien als Ganzes in die Schule zu integrieren. Elternarbeit ist aber grundsätzlich genauso mit Schwierigkeiten verbunden, denn die Familien/Eltern sind schwer greifbar; Deutsch-Kurse finden schon seit einigen Jahren in der Schule für Eltern statt; es ist ein neues Konzept geplant, wo Kinderbetreuung während des Unterrichts, Zeiten des Unterrichtes etc. noch genauer abgeklärt werden müssen;

In der 1. Schulstufe sind von 90 Schüler/innen 50 von rumänischer Herkunft: Zur Unterstützung gibt es eine Rumänische Pädagogin in diesen Klassen;

10:20-13:00 Es folgte ein Austausch Schulsozialarbeit Berlin mit Steiermark über Schulerfahrungen, die Entstehung der Schulsozialarbeit in Deutschland-Berlin. Der Trägerverein tandem bqg wurde vorgestellt und Herausforderungen des Schulalltags, die uns sehr gut bekannt sind, wurden berichtet;

Was hat uns besonders gut gefallen?

An der Schule gibt es 3 Projekte SSOA betreffend:

Die Schulstation „Sternenwiese“ mit Stefanie Heß und Ray Illge sind für die Grundschule; Schulsozialarbeit mit Antje Schwill für das Förderzentrum bis zur 6.Schulstufe; Schulsozialarbeit mit Songül Hölscher für die 7.-10.Klasse;

Die Hauptaufgabe der Schulsozialarbeitsstation „Sternenwiese“ sind laut Stefanie zurzeit sehr viele Kriseninterventionen und Einzelförderungen.

Außerdem finden wöchentliche Besprechungen der Schulsozialarbeit mit dem Direktor und ein wöchentliches Team der am Standort befindlichen Schulsozialarbeiter/innen statt.

Welche Unterschiede sind uns aufgefallen:

Teilweise aufsuchende Elternarbeit

Einverständniserklärungen der Eltern nur, wenn eine regelmäßige Einzelförderung mit Kindern geplant ist;

Siezen der Schulsozialarbeiter/innen an den Schulen erwünscht

Nach einer gemütlichen Kaffee/Snackpause ging es um 14 Uhr weiter mit der AG 78 (§78=Kinderschutzparagraph):

Hier hatten wir die Gelegenheit uns kurz vorzustellen und fleißig Fragen zu unserem Arbeitsalltag in Österreich zu beantworten; Danach ging es in Kleingruppen daran Themen zu einem geplanten Fachtag mit dem Thema Kooperation Schulsozialarbeit Neukölln/Jugendhilfe zum Schwerpunkt Kinderschutz gearbeitet.

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