Hospitation

Mär30

Freitag - Reflexion und die anstrengende Heimreise...

Kategorie // Hospitation, Berlin

... und wir sind doch wieder daheim :)

Freitag - Reflexion und die anstrengende Heimreise...

Unser letzter Tag in Berlin begann recht entspannt damit, dass der Wecker einmal etwas später läuten durfte, da die Reflexion für 10:00 Uhr angesetzt war.

Reflexion

Zweieinhalb Stunden Reflexion aller sechs SchulsozialarbeiterInnen mit Irina Neander und Marco Schroeder vergingen wie im flug, und die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen - siehe dazu Marcos Blogeintrag.

Die Heimreise - Von Bussen, Bundespräsidenten und LKWs...

Nach einem auch noch entspannten Kaffee bei Sonnenschein am Hackeschen Markt freuten wir uns alle schon auf die Heimreise - eigenes Bett, Ruhe und ein angenehmes Wochendende...

Doch dann: Anscheinend  war wegen der Angelobung des neuen Bundespräsidenten halb Berlin gesperrt und so hatte der Bus zum Flughafen eine halbe Stunde Verspätung. Okay, geht sich alles noch aus.

Statt ca. einer halben Stunde, die der Bus normalerweise braucht - weit über eine Stunde Fahrzeit, unterwegs auch noch kaputter LKW der beide (!) Fahrspuren zum Flughafen blockierte, somit Umleitung und noch mehr Zeit - der Blick auf die Uhr wird immer verzweifelter - das geht sich alles noch aus!?

Das Ergebnis war dann: Ankunft am Flughafen um 16:50, also gerade ein paar Minuten zu spät zum einchecken... Daher: neuer Flug, zwei Stunden später und statt in Graz zu landen berührten wir den österreichischen Boden erst wieder 200 km entfernt in Wien.

aber: Ende Gut, Alles Gut, wir habens geschafft doch noch heimzukommen und können jetzt von hier aus noch unsere Blogeinträge schreiben... ;)

Mär27

DAS NEHMEN WIR AUF ALLE FÄLLE MIT!!!!!!!!

Kategorie // Hospitation, Berlin

Weisheiten von der East Side Gallery

DAS NEHMEN WIR AUF ALLE FÄLLE MIT!!!!!!!!

....unser neues Motto?!

Mär27

Feedbackrunde...auch die Hospitation in Berlin geht einmal zu Ende

Kategorie // Hospitation, Berlin

von Marco Schroeder

Am Ende ging alles ganz fix - eine Woche Hospitation im zweistündigen Schnelldurchgang: Was war gut? Was war nicht so gut? Was war anders? Was war besonders?

6 Sozialarbeiter/innen - Bettina Schweighöfer, Sabine Heiling, Hannelore Mandl und Christian Marczik aus Graz sowie Stefanie Heß und Gabi Schulte aus Berlin-Neukölln - saßen letzten Freitag beisammen und versuchten mit Unterstützung von Irina Neander (Jugendamt Neukölln) und Marco Schroeder (EBB) die wesentlichen Eindrücke der Hospitation in den vergangenen Tage herauszuarbeiten. Es durfte dabei ruhig kritisch zugehen, aber vor allem war es spannend und inspirierend.

Die Erkenntnisse und die Eindrücke der Sozialarbeiter/innen während der Hospitationen in Graz und in Berlin werden wir auf dem nächsten Projekttreffen Ende April 2012 in Graz aufgreifen und weiter diskutieren.

Mehr Infos auf den 4 Flipcharts...

Mär23

Der letzte Tag - in der Hans-Fallada Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Christian Marczik und Bettina Schweighofer

Team

In der Früh starteten wir gleich mit der Teamsitzung der SchulsozialarbeiterInnen (vier, aus den drei Projekten) am Standort Hans-Fallada. Dabei wurde hauptsächlich organisatorisches besprochen, und wie so oft in Teamsitzungen war die Zeit auch hier etwas knapp, sodass ein paar Kleinigkeiten auf die folgende Woche verschoben werden mussten.

Kiez AG

Einmal pro Monat findet eine Kiez AG statt, wo sich verschiedene Träger sowie Freizeiteinrichtungen aus dem Kiez treffen und austauschen. Desweiteren gibt es Schwerpunktthemen, die besprochen und bearbeitet werden (z.B. Spielsucht)

Regionalteam

Einmal pro Monat treffen sich Vertreter aller Standorte von Tandem im Bezirk zum organisatorischen und fachlichen Austausch.

Hospitation

Danach hatten wir die Gelegenheit jeweils eine Stunde mit Stefanie in einer der "schlimmsten" Klassen der Schule zu hospitieren. Die Kinder waren zwar recht aufgeweckt, aber höflich und neugierig auf uns, und stellten viele Fragen (In Österreich spricht man auch Deutsch? Sprich mal deine Sprache! ;)). Außerdem ist die Klasse mit einem Smartboard ausgestattet, wo wir beide der Versuchung nicht widerstehen konnten ein wenig zu spielen. :)

Da jeweils nur eine/r von uns in der Klasse war, hatte der/die andere in der Zwischenzeit die Möglichkeit sich weiter mit Ray über die Arbeit und verschiedene Details auszutauschen.

Wirkungsindikatoren: Woran merkt man, dass Schulsozialarbeit in der Hans-Fallada Schule gelingt?

  • Rückmeldungen von SchülerInnen
  • Zusammenarbeit mit LehrerInnen: wenn sie kommen und nachfragen, wie es mit einem/einer SchülerIn läuft
  • positive Rückmeldungen von den LehrerInnen
  • Eltern- und LehrerInnenfragebögen: Tandem gibt durch QM vor, eine Befragung durchzuführen.

Einzelförderungen

Wir hatten auch die Gelegenheit Einzelförderungen zu hospitieren. Es fiel uns die strukturierte und professionelle Herangehensweise auf.

Entspannungsübungen mit Ray Ilge

Eigentlich war ein Entspannungstraining in zwei Klassen vorgesehen, diese konnten aber nicht stattfinden. Daher haben wir Ray gebeten uns ein paar Übungen aus seinem Programm vorzustellen, was gleich praktisch umgesetzt wurde. Wir konnten einige Atem- Aktivierungs- und Entspannungsübungen durch Rays Anweisungen ausprobieren. Er hat uns dabei veranschaulicht, wie er die Übungen mit den Kindern machen würde, sodass wir die Übungen auch für unseren Einsatz nutzen können.

gemeinsames Abendessen

war gut!

Mär23

Zweiter Tag an der Zuckmayer-Schule

Kategorie // Hospitation, Schule, Berlin

Bericht eines abwechslungsreichen und spannenden Tages von Hannelore

Nach einem kurzen Austausch mit Gabi hatten Sabine und ich die Gelegenheit bei dem von der „2.Chance“ veranstalteten Anti-Aggressionstraining für Jungen zu hospitieren. Dieses Training wird von Levant Gülfirat geleitet und über 8 Wochen zu je 2 Schulstunden abgehalten. Levant erzählte uns, dass die Ziele dieses Trainings sehr niedrig gesteckt sind, beispielsweise, dass die Jungs lernen ruhig zuzuhören, aufzuzeigen, bevor man etwas sagt etc. Übergeordnetes Ziel ist der richtige Umgang mit Aggressionen. Die Burschengruppe mit 14 Jungs war voller Eifer dabei. Beeindruckend war auch die Konsequenz hinsichtlich der Regeleinhaltung und Geduld von Levant, da einige der Jugendlichen immer wieder Grenzen austesteten. Ich fand diese 2h sehr spannend, da es mir auch die Gelegenheit bot, einen erfahrenen Trainer mit einer herausfordernden Gruppe zu beobachten. Immer wieder stellte sich mir die Frage: „ Wie würde ich nun vorgehen?“ Strenges und konsequentes Handeln sind zu Beginn dieses Trainings eines der wichtigsten Voraussetzungen, damit es funktionieren kann, erklärte uns Levant. Denn die Kids kennen zum Teil nur harte Worte und hören leider oftmals auch nur mehr auf diese. 

Als wir vom Training wieder in den Beratungsraum von Gabi kamen, wurde sie gerade von Schüler/innen belagert, die sie um ihre Hilfe baten oder Termine für Beratungen ausmachen wollten. Gabi regelte dies mit einer routinierten Ruhe und nach einer kurzen Pause erklärte sie uns ihre Aufgaben an der Zuckmayer-Schule. Neben Einzelfallbegleitungen (derzeit eher weniger), zählen Krisen- und Konfliktinterventionen und Gruppenangebote zu ihren Hauptaufgaben. Eines dieser Gruppenangebote  (Mädchengruppe-Freizeitangebot der 7.Schulstufe) durften wir am Nachmittag miterleben. Aber dazu genaueres noch später.

Der Ablauf der Terminvergabe für Beratungen gestaltet sich ähnlich meiner: Kids fragen entweder selbst die Lehrerin oder den Lehrer, ob sie kommen dürfen, oder die Lehrer/innen kommen wegen eines Problems auf Gabi zu. Diese „Fallbesprechungen“ sind oftmals, ähnlich wie bei mir, „Tür- und Angel-Gespräche“. Bei Bedarf werden weitere Termine mit der/dem Jugendlichen vereinbart und  weiterer/neuerlicher Kontakt zu den betreffenden Lehrer/innen bzw. zu den Eltern des Jugendlichen/der Jugendlichen hergestellt.

Gabi ist erst seit August an der Zuckmayer-Schule (Sekundär-Schule). Zuvor war sie an einer Hauptschule. Die Kooperation Schule-Schulsozialarbeit ist demnach erst im Aufbau und durchaus, meinen Beobachtungen zufolge, mit einigen Herausforderungen verbunden. Dieses Phänomen ist mir nicht fremd und es scheint, dass, trotz langjähriger Verwurzelung der Schulsozialarbeit in Berlin, die Zusammenarbeit Schule/Schulsozialarbeit für beiderlei Seiten immer wieder eine neue Herausforderung darstellt.

Es folgte noch ein Methodenaustausch, anschließend gönnten wir uns eine kurze Mittagspause.

Danach folgte der Nachmittag mit der Mädchengruppe der 7.Schulstufe. Die Mädchen waren sehr interessiert und neugierig und wir duften viele Fragen beantworten. Danach folgte spontan ein Rollenspiel, welches einen Konflikt eines Mädchens mit einer Lehrerin besser veranschaulichen sollte. Eigentlich hatten Gabi und ihre Kolleginnen (Selma, Gabis sehr nette Praktikantin und eine weitere Kollegin, aus einer anderen Schule, die sie bei diesem Gruppennachmittag unterstützt) etwas anderes geplant. Jedoch dieser Konflikt beschäftigte die Mädchen so sehr, dass wir mehr als eine Stunde damit verbrachten, diesen in der Gruppe zu diskutieren. Bei Saft und Keksen verbrachten wir die restliche Zeit noch tratschender Weise. Dieser Nachmittag war für mich ein sehr feiner Abschluss der Hospitationsreise durch die beiden Berliner Schulen. Vielen Dank liebe Gabi für die tollen Diskussionen und Praxiseinblicke! Und auch für das richtige Maß an Input, Praxis und Pausen!

Nach diesem Tag verbrachten Sabine und ich noch die restliche Zeit damit, unsere Eindrücke zu diskutieren und mit unseren eigenen Alltagserfahrungen zu vergleichen.

Und so wie Stefanie und Gabi bereits prophezeiten: Die Eindrücke wirken noch einige Zeit sehr intensiv nach…

Mär21

Schulwechsel - ab heute an der Zuckmayer-Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Hannelore Mandl und Sabine Heiling

Nach zwei Tagen an der Hans-Fallda-Schule, tauschen wir heute mit Bettina & Christian die Schulen - für geht's nun an der Zuckmayer-Schule weiter.

Informationsgespräch mit dem Direktor und der Kon-Rektorin der Schule. Er erzählte uns über den Aufbau der Zuckmayer-Schule, die Herausforderungen der laufenden Umstrukturierung zu einer Sekundarschulform und mit den Problematiken mit bestimmten Schüler/innen.

Anschließend durften wir bei einer Beratung hospitieren. Wir erlebten Gabi als sehr kompetent und empathisch.

Danach trennten wir uns zu Terminen beim Jugendcoach und Verein 2. Chance.

Jugendcoach: Diese Stelle wird einem Budgettopf der Schule finanziert, mit dem Ziel Schüler/innen aus der 10.Schulstufe in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie fixiert dabei Termine mit den Jugendlichen, wo über ihre Berufswahl gesprochen wird und die notwendigen Voraussetzungen dafür abgeklärt werden. Es folgt eine Planerstellung, wie dieser Berufswunsch bestmöglich erreicht werden kann. Die Möglichkeiten dazu erlebte Sabine als sehr vielfältig, trotzdem ist der Schulerfolg schlussendlich entscheidend. Eine Besonderheit dieses Angebots ist die Fallweise Begleitung zu Vorstellungsgesprächen. Diese Form der Schüler/innen Begleitung findet bereits das fünfte Jahr statt.

2. Chance: Dieses Projekt besteht in Deutschland bereits seit 2006 und ist voraussichtlich bis 2013 finanziert. Das Ziel: Schulverweigerung bei Schüler/innen mit mehr als 10 unentschuldigten Fehltagen/Halbjahr bis zu 11-20 Fehltagen/Halbjahr wieder in den Unterricht rückzuführen. Passive Schulverweigerung und Schüler/innen, welche die genannte Anzahl der Fehltage überschreiten, werden an andere Institutionen weiterverwiesen. Des Weiteren muss von Seiten der LehrerInnen für die Aufnahme des betroffenen Jugendlichen eine positive Prognose bestehen und es werden nur Schüler/innen aus der 7./8. Schulstufe berücksichtigt.

An der Zuckmayer Schule sind 5 Mitarbeiter/innen des Projektes vor Ort. Der Prozessablauf gestaltet sich folgendermaßen:

Es werden jedes Monat die Klassenbücher der 7./8. Klassen auf Auffälligkeiten bezüglich Fehlstunden kontrolliert. Bei den Stufenteams, an welchen die Mitarbeiter/innen jede Woche teilnehmen, werden diese mit den Lehrer/innen besprochen. In Einzelfällen melden sich jedoch auch Lehrer/innen und berichten von möglichen Betroffenen. Weitere Vorgehensweise: Schüler/innenkontakt, Kooperationsverträge (mit den Schüler/innen), Abstimmung der Fördereinheiten auf Zielsetzung. Förderung durch Hausaufgabenbetreuung, Einzelbetreuung, durch den zuständigen Bezugsbetreuer/der Bezugsbetreuerin, Gruppentraining stattfinden. Des Weiteren wird intensiver Kontakt zu Eltern und Lehrer/innen gehalten. Die Förderung zielt auf ein Jahr, mit Option auf Verlängerung 2x3 Monate. Levent Gülfirat (Projektleiter) berichtet von einer positiven Rückführung von 80-90%.

Später,  bei Kaffee und Kuchen, fand ein sehr anregender Austausch mit Gabi statt, bei  welchem Fälle und die unterschiedlichen Herangehensweisen und die Möglichkeiten und Grenzen der Supervision und Intervision besprochen wurden.

Mär21

Der 3. Tag - Schichtwechsel: ab heute an der Hans-Fallada-Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Bettina Schweighofer und Christian Marczik

3 Konzepte der Schulsozialarbeit in einem Haus

SCHULSTATION: Grundschule 1.-6. Klasse

Aufgaben: sozialpädagogische Einzelförderung, sozialpädagogische Gruppenarbeit, Konfliktintervention, Krisenintervention, Elternarbeit, Beratung

Im Gegensatz zu den im Folgenden beschriebenen Konzepten arbeitet an den Schulstationen ein gemischtgeschlichtliches Team, bestehend aus einer/einem SozialarbeiterIn und einem/einer ErzieherIn. Aufgaben sind die gleichen, wobei der/die SozialarbeiterIn die Leitung inklusive administrative Tätigkeiten und eine höhere Entlohnung hat.

SCHULSOZIALARBEIT - Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen: Förderzentrum

Aufgaben sind dieselbe, betrifft aber die SchülerInnen im Förderzentrum (7.-10. Klasse)

SCHULSOZIALARBEIT – BuT: 1.-6. Klasse

Aufgaben sind dieselben und zusätzlich gibt es das Angebot der Berufsorientierung

Der wesentliche Unterschied in den Projekten liegt in den Fördergebern, Träger ist jeweils der selbe (Tandem)

Sozialpädagogische Einzelförderung

LehrerInnen stellen den Bedarf einer Einzelförderung fest, füllen einen Bedarfsbogen aus und stellen Kontakt zur Schulstation her. Anschließend kommt es zu 3 Hospitationen in der jeweiligen Klasse des Kindes in unterschiedlichen Fächern. Soll dann noch immer eine Einzelförderung durchgeführt werden wird Kontakt zu den Eltern hergestellt, weil diese der Förderung zustimmen müssen. Bei Zustimmung wird mit dem Kind 1x pro Woche für eine Unterrichtsstunde gearbeitet. Zurzeit belaufen sich die Einzelförderungen auf 5 Fälle.

Beratungen

Grundsätzlich gibt es keine Beratungen während der Unterrichtszeit. Die LehrerInnen können aber bei Bedarf Kinder mittels eines Laufzettelsystems in die Schulstation schicken. Dabei handelt es sich meist um Konfliktinterventionen. Bei Krisen ist die Beratung bzw. Intervention auch ohne Einverständnis der Eltern rechtlich möglich.

Hofpause

Dient zur Kontaktaufnahme mit LehrerInnen, nach Vereinbarung kommen SchülerInnen in die Schulstation. Die Schulsozialarbeit geht nicht zur Kontaktaufnahme in den Hof.

Kooperationslehrerin

Eine Lehrerin aus dem Förderzentrum stellt in der Hans-Fallada-Schule das Bindeglied bzw. die Schnittstelle zwischen Schulstation und Lehrerkollegium dar. Im Gegensatz zur Sekundarstufe sind hier keine gemeinsamen Fortbildungen vorgesehen. Grundsätzlich sind die Aufgaben Vermittlung und Weitergabe von Infos. Dies befindet sich im Aufbau. Zudem gibt es im Kooperationsvertrag keine klar definierten Aufgabengebiete, das die Zusammenarbeit nicht erleichtert.

Aus der Sicht von Ray Ilge sind folgende Punkte für das gelingen Zusammenarbeit mit der/dem KooperationslehrerIn wichtig:

- Freiwilligkeit (KooperationslehrerIn betreffend)

- Stundenfreistellung von Seiten der Schule für diese Aufgabe

- gegenseitige Einführung in die unterschiedlichen Systeme (Schule und Schulsozialarbeit)

- gemeinsame Fortbildungen sowie Vermittlung und Infoweitergabe ans Kollegium

- gemeinsame Sitzungen

- Lobbyarbeit

Beratungslehrerin

Wie in Österreich gibt es in Berlin auch das System der BeratungslehrerInnen. Im Fall der Hans-Fallada-Schule hat diese Funktion die Kooperationslehrerin. Aufgaben der BeratungslehrerIn ist die Förderdiagnostik. Es wird unterschieden zwischen emotional-sozialen Defiziten und Defizite im Bereich Lernen. Im Förderzentrum befindet sich unter anderem eine temporäre Lerngruppe von 6 SchülerInnen mit Defizite im ersteren Bereich.

Räumlichkeiten

Ein geräumiges Büro sowie ein umfangreich ausgestatteter Gruppenraum mit jeder Menge Spielen, Materialien für die Sinne, Verkleidungs- und Bastelmaterialien, Rückzugs- und Entspannungsecke, Musikinstrumente um nur einige zu nennen kennzeichnen diesen „Wohlfühlraum“.

Mär20

Weiter geht's - unser 2. Tag an der Fallada

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Hannelore Mandl und Sabine Heiling

Elterncafe: In der Früh trafen wir uns mit Songül und Antje zum Elterncafe. Dieses ist ein gerade im Aufbau befindliches Angebot, welches einige unserer Kolleg/innen aus Graz auch bereits an ihren Schulen durchgeführt hatten. In dieser Zeit hatten wir auch die Gelegenheit, uns mit Songül über das Förderzentrum an der Hans-Fallada Schule zu unterhalten.

Danach durften wir mit Schüler/innen der Hans-Fallada Schule mit zum Zirkusprojekt. Dieses vom Bezirk finanzierte Projekt bietet den Kindern die Möglichkeit sich in Disziplinen der Akrobatik. Jonglage, Bauchtanz etc. zu erproben. Wir erlebten dieses Projekt als sehr positiv, da die Kids in ihrem Selbstwert gestärkt werden. Die Schüler/innen und wir waren voller Eifer dabei und wir erfreuten uns gemeinsam an den Erfolgen.

Anschließend hatten wir nochmals die Gelegenheit, für einen intensiven Austausch mit Ray und Stefanie, welcher uns weitere interessante Einblicke in ihre Arbeitsweise ermöglichte und wir uns für unseren Arbeitsalltag tolle Anregungen erhielten. Vielen Dank für die tollen und spannenden zwei Tage an der Schule.

Mär20

Der 2. Tag in der Zuckmayer-Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Bettina Schweighofer und Christian Marczik

Beratungen

Gabi hat heute zwei Beratungen, grundsätzlich zählt sie 6-8 Beratungen pro Woche. Die Themen sind dabei Mobbing, Konflikte unter Gleichaltrigen, etc.  Die SchülerInnen können grundsätzlich während den Unterrichtszeiten Kontakt zu Gabi aufnehmen. Die LehrerInnen müssen damit einverstanden sein. Grundsätzlich werden im Vorhinein Termine mit den SchülerInnen vereinbart.

Kooperationslehrerin

Es gibt sogenannte „Tandem“ Fortbildungen, d.h. dass die im Kooperationsvertrag festgelegte Lehrerin mehrmals im Jahr Fortbildungen mit der Schulsozialarbeit hat. Themen der Fortbildungen können z.B. Schuldistanz, Konfliktlotsenkonzept, etc. sein. Grundsätzlich gilt: die Kooperationslehrerin ist das Bindeglied zwischen Schulsozialarbeit und Lehrerkollegium, wobei sich diese Struktur noch im Aufbau befindet.

Hausbesuche

Eine nach meiner Meinung bedeutende Besonderheit stellt die Möglichkeit der aufsuchenden Elternarbeit da. Diese bezieht sich auf fallbezogene Elternkontakte. Gabi hat die Möglichkeit Eltern in ihrem Umfeld und zuhause aufzusuchen, was die Qualität der Arbeit enorm erhöhen kann.

Vernetzung „Berliner Jungs“

Seine eigenen Grenzen und Kompetenzen zu kennen und zu wissen und Kontakte bzw. Hilfestellung von externen ExpertInnen einzuholen, macht qualitative (Schul)Sozialarbeit aus. Durch die mehrmalige Kooperation von Gabi mit den Berliner Jungs in Fällen von sexualisierter Gewalt ermöglichte sie uns ein Treffen mit dem Leiter der Berliner Jungs. Konzept und Arbeitsgebiete werden vorgestellt. Von Präventionsarbeit in Schulen, Beratungen mit Betroffenen und Angehörigen, Streetwork, Fortbildungen für MultiplikatorInnen sowie Gruppen- und Einzelbetreuungen im Falle von sexueller Gewalt an Jungen reicht das Angebot des Projekts. Für uns war es eine interessante Fortbildung im entspannten Rahmen, wo Raum und Zeit für Wissensinput, Fragen und Diskussion war. Mehr darüber unter www.jungen-netz.de

Mär19

Erster Hospitationstag in Berlin - erstmal in die Hans-Fallada-Schule

Kategorie // Hospitation, Berlin

erstellt von Hannelore Mandl und Sabine Heiling

Treffpunkt: 8:30 bei der U-Bahn Haltestelle Boddinstraße: Wir wurden von Gabi und Stefanie herzlich begrüßt und dann ging es getrennter Wege ab in die Schulen.

Wir wurden sehr herzlich mit Kaffee, Tee und Leckereien empfangen. Als erstes stach uns gleich der sehr nett gestaltete Gruppenraum ins Auge; Stefanie informierte uns, dass für die Gestaltung der Schulstation „Sternenwiese“ 2008 ein sehr lukratives Budget vorhanden war;

 9:00-10:10 Besprechung mit dem Schulleiter der Hans Fallada Schule: Es gab Informationen zu den beiden am Standort geführten Schulen: Die Grundschule (1.-6.Schulstufe) und das an dem Standort befindliche Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Sonderpädagogischen Förderbedarf (1.-10.Schulstufe).

Die Grundschule umfasst ca. 420 Schüler/innen mit 90% Migrationshintergrund.

Was hat uns am Konzept der Schule besonders gut gefallen?

Es gibt Freiwillige, die beispielsweise als LesepatInnen in die Schule kommen und mit Kindern einzeln Zeit mit Lesen verbringen;

Jahrgangsübergreifender Unterricht von der 1.-3. Schulstufe, wobei hier der Direktor die Grenzen dieses Unterrichtes sehr wohl anmerkte;

Elternarbeit ist generell ein sehr wichtiges Thema,  mit dem Ziel die Schule als ein Familienzentrum zu etablieren d.h. die Familien als Ganzes in die Schule zu integrieren. Elternarbeit ist aber grundsätzlich genauso mit Schwierigkeiten verbunden, denn die Familien/Eltern sind schwer greifbar; Deutsch-Kurse finden schon seit einigen Jahren in der Schule für Eltern statt; es ist ein neues Konzept geplant, wo Kinderbetreuung während des Unterrichts, Zeiten des Unterrichtes etc. noch genauer abgeklärt werden müssen;

In der 1. Schulstufe sind von 90 Schüler/innen 50 von rumänischer Herkunft: Zur Unterstützung gibt es eine Rumänische Pädagogin in diesen Klassen;

10:20-13:00 Es folgte ein Austausch Schulsozialarbeit Berlin mit Steiermark über Schulerfahrungen, die Entstehung der Schulsozialarbeit in Deutschland-Berlin. Der Trägerverein tandem bqg wurde vorgestellt und Herausforderungen des Schulalltags, die uns sehr gut bekannt sind, wurden berichtet;

Was hat uns besonders gut gefallen?

An der Schule gibt es 3 Projekte SSOA betreffend:

Die Schulstation „Sternenwiese“ mit Stefanie Heß und Ray Illge sind für die Grundschule; Schulsozialarbeit mit Antje Schwill für das Förderzentrum bis zur 6.Schulstufe; Schulsozialarbeit mit Songül Hölscher für die 7.-10.Klasse;

Die Hauptaufgabe der Schulsozialarbeitsstation „Sternenwiese“ sind laut Stefanie zurzeit sehr viele Kriseninterventionen und Einzelförderungen.

Außerdem finden wöchentliche Besprechungen der Schulsozialarbeit mit dem Direktor und ein wöchentliches Team der am Standort befindlichen Schulsozialarbeiter/innen statt.

Welche Unterschiede sind uns aufgefallen:

Teilweise aufsuchende Elternarbeit

Einverständniserklärungen der Eltern nur, wenn eine regelmäßige Einzelförderung mit Kindern geplant ist;

Siezen der Schulsozialarbeiter/innen an den Schulen erwünscht

Nach einer gemütlichen Kaffee/Snackpause ging es um 14 Uhr weiter mit der AG 78 (§78=Kinderschutzparagraph):

Hier hatten wir die Gelegenheit uns kurz vorzustellen und fleißig Fragen zu unserem Arbeitsalltag in Österreich zu beantworten; Danach ging es in Kleingruppen daran Themen zu einem geplanten Fachtag mit dem Thema Kooperation Schulsozialarbeit Neukölln/Jugendhilfe zum Schwerpunkt Kinderschutz gearbeitet.

Mär19

Berlin...wir sind da!

Kategorie // Hospitation, Berlin

Hospitation - der 1. Tag...erstellt von Bettina Schweighofer und Christian Marczik

East Side Gallery

Stefanie nimmt Sabine und Hannelore mit in die Hans-Fallada-Schule mit; wir gehen mit Gabi in die Zuckmayr Schule. Begrüßung erfolgt durch den Direktor, Praktikantin Selma ist seit 4 Wochen in der Schule. Gabi teilt ihr Büro mit dem Sekretariat der Abendschule wodurch sie in der Nutzung und Gestaltung des Raumes eingeschränkt ist.

Hofpause

In der Hofpause gingen wir mit in den Hof, der sehr ansprechend gestaltet ist – es gibt Spielmöglichkeiten und drei „Kritzeltafeln“ auf denen die SchülerInnen schreiben und zeichnen können. Die Nutzung konnten wir nicht beobachten. Gabi nimmt Kontakt zu SchülerInnen auf, vereinbart Termine, erinnert die Konfliktlotsen an den heutigen Termin.

Workshops: Mädchen- und Jungengruppe

Konfliktgespräch Mädchengruppe: Eine Lehrerin hat Gabi gebeten mit einem Teil der Mädchen ihrer Sportklasse zu arbeiten, da sich vermehrt Konflikte im Unterricht abzeichnen. In den zwei Unterrichtseinheiten ging es vorwiegend um die Klärung des Problems, das anhand unterschiedlicher Methoden zum Vorschein gebracht werden sollte. Die Gesprächsführung gestaltete sich als schwierig, weil die Gruppe von 8 Mädchen sich schwer an Kommunikationsregeln halten konnte.

Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Jugendlichen ist auffallend gut.

Deeskalationstraining in einer Jungengruppe mit Levent Gülfirat (Die 2. Chance): Levent arbeitet grundsätzlich im Projekt „Die 2. Chance“ mit, wo es um die Begleitung und Betreuung von SchülerInnen mit Schuldistanz geht. Unter anderem führt er Deeskalations- und Sozialkompetenztrainings mit Burschengruppen durch. Hierfür können LeherInnen ihre Schüler anmelden, die an einem dreimonatigen Kurs zu je zwei Schulstunden pro Woche teilnehmen.

In der heutigen ersten Einheit ging es um die Gründe für die Anwesenheit, um dann direkt ins Thema einzusteigen. Levent machte mit den Burschen Übungen und Rollenspiele, sehr spannend war auch der konfrontative Zugang.

Auch hier war die Redegewandtheit der Teilnehmer auffallend.

Konfliktlotsenausbildung

Ähnlich wie unsere StreitschlichterInnen gibt es an der Zuckmayr Schule Konfliktlotsen, die MitschülerInnen bei der Konfliktlösung unterstützen sollen. Gabi führt diese Ausbildung gemeinsam mit einer Kollegin aus der Mediationsausbildung durch. Die SchülerInnen kommen größtenteils aus der 10. Schulstufe, wobei die Mehrheit Mädchen sind. Die zwei Jungs sind trotz der Überzahl der Mädchen voll bei der Sache und bringen sich konstruktiv in die Einheit ein.

Die Treffen finden in den Räumlichkeiten des naheliegenden Jugendzentrums statt.


Berlin Berlin

Entlang der East Side Gallery.......

Die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist ein nach Öffnung der Berliner Mauer im Frühjahr 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemaltes Stück der Hinterlandmauer in der Mühlenstraße zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree. Sie stellt mit einer Länge von 1316 Meter die längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt dar. Die Künstler kommentierten in gut hundert Gemälden auf der ehemaligen Ostseite der Mauer mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90.

Mär10

Freitag - der letzte Tag der Hospitation Graz

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Gabi Schulte

Morgens Beratung mit Christian in der NMS Algersdorf: So war es eigentlich geplant, doch die Beratungstermine sind ausgefallen, da die Schüler/innen nicht aus dem Unterricht freigestellt werden konnten. So blieb uns wenigstens Zeit für letztes persönliches Gespräch.

14 Uhr Treffen im Hotel zwecks Auswertung der Woche:  
Interessante und angeregte Diskussion in angenehmer Atmosphäre.

Insgesamt habe ich de Eindruck, dass es in Graz ruhiger zugeht. Alle am System Schule Beteiligten scheinen etwas entspannter zu sein. Die Schüler/innen zeigen mehr Respekt. Die gemeinsame Basis des gegenseitigen Respektierens ist gemeinsamer Konsens. Die Verhaltensauffälligkeiten gibt es zwar auch, aber nicht so massiv und häufig wie bei uns in Berlin.

Ich habe in der Woche viel gelernt und positive Energie und Inspirationen erhalten. Vielen Dank an alle Leute in Graz, die ich treffen und denen ich zugucken durfte. Es war richtig toll bei euch.

Anstrengend war es natürlich auch, weil alles was ich gesehen und erlebt habe, irgendwie doppelt wirkt: Das Einlassen auf die Situation in Graz einerseits und gleichzeitige Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten an meiner Schule andererseits. Egal, ich würd's jederzeit wieder machen!

Mär09

An einem Donnerstag im März...

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Gabi Schulte

Jeux Dramatique und soziales Lernen mit Bettina in einer zweiten und dritten Klasse in der Volksschule Algersdorf. Seit April 2009 findet das Ausdrucksspiel in 4 Klassen der Volksschule Algersdorf alle drei Wochen zu je zwei Unterrichtseinheiten statt.

Jeux Dramatique ist eine einfache Form des Theaterspiels ohne eingeübte Spieltechnik. Durch Bewegung, Mimik und Gestik wird Kindern die Möglichkeit geboten, ihrem inneren Erleben spielerisch Ausdruck zu verleihen. Gefallen hat mir die Ruhe durch die Kommunikation über Gestik und Mimik die in der Gruppe herrschte. Danach hat Bettina  das Spiel erklärt und eine Geschichte erzählt: Eine/r ist die/der Elefantenführer/in und eine/r der Elefant. Die Elefanten leben in einem Gehege und werden von den Elefantenführern versorgt. Zur Verkleidung und zum Hüttenbau standen Tücher zur Verfügung. Zum Schluss wurde ausgewertet: Wie hat der Elefant auf dich gehört und bist du deinem Elefantenführer gefolgt. Diese Form des sozialen Lernens habe ich vorher nicht gekannt und ich fand toll wie Bettina die Kinder zum Spielen gebracht hat. 

Danach ging es in eine dritte Klasse. Schritt für Schritt konnten sich die/der Schüler/in nach einem Konflikt auf einer Friedensbrücke annähern. Methodisch aus der gewaltfreien Kommunikation kindgerecht runter gebrochen. Sowohl die Anleitung von Bettina und wie die Schüler/innen mitgemacht haben, fand ich sehr anregend.

Jour Fixe: Direktor, Beratungslehrerin und Schulsozialarbeit
Es wurde über zwei Schülerinnen beraten, die zurzeit Probleme im Verhalten zeigen. Die jeweiligen Lehrerinnen waren bei dem Gespräch anwesend.

Gemeinsames Mittagessen in der Schulkantine

Hip Hop, Basketball und Fußball: Freizeitangebot initiiert und begleitet von der Schulsozialarbeit.

Mär08

Beratung mit Robert Kern in der NMS St. Andrä

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Stefanie Heß

Die Schüler/innen melden selbst ihren Gesprächsbedarf in den meisten Fällen direkt an. Dann gehen die Sozialarbeiter/innen in den Austausch mit der jeweiligen Lehrer/in, um abzuklären, in welcher Unterrichtsstunde das Gespräch stattfinden kann. Zum Teil werden aber auch Schüler/innen von Lehrer/innen geschickt bzw. über die Eigeninitiative von Robert und Ingrid bei schwerwiegenden Themen wie z. B. Mobbing – wo einfach Handlungsbedarf besteht.

Das Angebot der Beratung hier kann mit der sozialpädagogischen Einzelförderung in der Schulstation zu einem gewissen Teil gleichgesetzt werden; nur wird es in einem offenerem Rahmen gehandhabt.

In den Hofpausen gehen die Sozialarbeiter/innen mit nach draußen, um den Kontakt zu den Schüler/innen zu suchen und ins Gespräch zu kommen.(Aktuelles, Terminabsprachen, etc.)

Es war sehr interessant, diesen Teil des Alltages mit zu Begleiten. Vielen Dank.

Mär08

Der 3. Tag...

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Gabi Schulte

Heute Beratung mit Bettina in der NMS Algersdorf. Zuerst ging es um eine Konfliktmediation mit Nähe zu Mobbing und Einzelberatungen.

Besonders gut hat mir die Konfliktlotsen-Vorstellung in einer zweiten Klasse gefallen. Zwei Schüler waren die Konfliktlotsen und Bettina und ich waren die Streitenden. Grund für die Schau-Mediation war die Unklarheit über die Aufgaben der Konfliktlotsen. Es hat einfach Spaß gemacht mit Bettina streitende Schülerinnen zu spielen. Beeindruckend fand ich die Vorstellung der beiden Konfliktlotsen vor einer ganzen Klasse. Finde ich auch eine sehr gute Idee von Bettina und Christian die Aufgaben der Konfliktlotsen in der Form vor zu stellen; werde ich genau so übernehmen.

Nachmittags traf sich das gesamte Team Graz 1 bei dem Träger der Schulsozialarbeit die ISOP. Organisatorisches wurde bei der ISOP besprochen. Leider ging es auch um die Streichung einer Stunde pro Mitarbeiter/in aufgrund von Sparmaßnahmen. Ich habe Christian und Bettina mit ihrem Arbeitspensum erlebt, was ich enorm finde. Zeit für Pausen gibt es so gut wie keine...

Erst der After Work Drink war dann wieder etwas entspannter!

Mär07

Mittwochs in Graz

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Stefanie Heß

Austausch mit Ingrid Egger

Heute Vormittag konnte ich mich mit Ingrid u.a. über die Erfolge sowie Probleme in unserem praktischen Alltag der Schulsozialarbeit austauschen. Es war sehr interessant zu vergleichen: Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zu erkennen.

Teamsitzung Graz 1:
Danach ging's in die Teamsitzung. Es gibt 3 Teams! Ingrid, Robert, Christian, Bettina, Bibiane sind im Team Graz 1. Themen waren heute u.a. Budget –Finanzierung von SBS (keine Gewährleistung auf Kontinuität) sowie Update`s Schulen (Austausch über aktuelle Neuigkeiten und Projekte).

Struktur  der Teamsitzungen:
Immer mittwochs finden die Sitzungen im Team bei der ISOP statt, dabei wird (im wöchentlichen Wechsel) unterschieden in:
(1) 2x Team
(2) 1x Intervision                   
(3) 1x Arbeitsgruppe (Teamübergreifend mit anderen Teams außerhalb von Graz) zu unterschiedliche Themen: u.a. Schweden, Homepage, Buddy-Projekt.

Im Anschluss ging es zum After-Work-Drink in einen weiteren Austausch in geselliger und entspannter Atmosphäre.

Mär07

Langsam kommen wir in Graz an. Der zweite Tag...

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Gabi Schulte

Den Dienstag habe ich bei Christian hospitiert. Zuerst ging es um Soziales Lernen in der Volksschule Algersdorf mit einer zweiten Klasse. Die Schüler/innen freuten sich auf das Soziale Training mit Christian. Die Gruppe hat auf mich sehr entspannt gewirkt. Bereitwillig wurde das Programm von Christian angenommen. Nach dem Training habe ich mit der Beratungslehrerin der NMS Algersdorf gesprochen, worauf ich später noch
eingehen werde.

Dann bin ich mit Christian zu der Karl Morre Volksschule gefahren. Christian hat dort ein weiteres Training mit einer vierten Klasse durchgeführt. Auch dort wurde er freudig empfangen. Dort ging es schon etwas unruhiger zu. Mir hat gefallen, wie gut der Klassenlehrer Christian bei dem Training unterstützt hat. Eine gegenseitige Wertschätzung war zu spüren - gutes Vorbild für die Kinder.  Beeindruckend fand ich auch die Ruhe und Gelassenheit mit der Christian die Trainings durchgeführt hat.

Gespräch mit der Beratungslehrerin der NMS Algersdorf:

Das Konzept der Beratungslehrerin gibt es in Graz seit 26 Jahren. Sie arbeitet an der Ellen Key Schule - ein Sonderpädagogisches Zentrum für Verhaltenspädagogik. Die Beratungslehrerin ist kein fixer Bestandteil der Schulen, sondern der Bedarf wird von den Schulen angemeldet. An einen Tag ist sie in der NMS Algersdorf anwesend und arbeitet mit Kindern mit speziellem Erziehungsbedarf. Konflikt- und Krisenintervention, Begleitung eines Schülers oder einer Gruppe. Außerdem hospitiert sie in Gruppen und vermittelt Schüler/innen mit Verhaltensproblemen in andere Einrichtungen. Außerdem kooperiert sie mit der Schulsozialarbeit: Alle 2 Wochen Vernetzung mit der Schulsozialarbeit und dem Schulleiter. Einmal im Monat trifft sie sich mit der Schulsozialarbeit zum Austausch. Es gibt zwar Überschneidungen zur Schulsozialarbeit, aber die Zusammenarbeit wird von allen Akteuren als gut bewertet.

Abends sind Stefanie und ich mit den Kooperationspartnern in Graz essen gegangen. Es war ein angenehmer geselliger Abend mit interessanten Gesprächen.

Vielen Dank an die Grazer für ihre Gastfreundschaft.

 

Mär07

Hospitation, der 2. Tag

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Stefanie Heß

Soziales Lernen mit Robert Kern in der VS Bertha von Suttner

Es wurde jeweils eine Stundeneinheit in zwei 4. Klassen Soziales Lernen durchgeführt. Diesmal blieben wir im Klassenzimmer und die Schüler/innen an ihren Plätzen.

Inhalte der Stunde:
Kurze inhaltliche Wiederholung der letzten 3. Stundeneinheiten durch die Schüler/innen. Hierunter zählten Regeln, Umgang mit schlechten und guten Geheimnissen sowie über die Übung des Armdrückens zu erfahren wie viel jeder Einzelne gemeinsam und alleine schaffen kann. Im Anschluss erzählte Robert das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ und reflektierte danach mit den Schüler/innen die Pointe.

Beobachtungen und Eindrücke:
Die Schüler/innen haben gut mitgearbeitet. Als die Lautstärke im Klassenraum zu hoch wurde, unterbrach Robert seine Handlung und wartete "still"  ab bis es ruhig war. Diese Methode wurde sehr gut angenommen, innerhalb kürzester Zeit konnte er fortsetzen. Daumen hoch!

Beratung mit Ingrid Egger in der NMS St. Andrä

Es fand eine Konfliktintervention mit zwei Schülern statt, in der es inhaltlich um respektvollen Umgang mit Lehrern ging.

Streitschlichtungscoaching mit Ingrid Egger und Robert Kern in der NMS St. Andrä

2 Schüler/innen aus jeder Klasse nehmen daran teil (insgesamt 12). Es gibt für jede(n) Teilnehmer/in einen Streitschlichtungsordner, in dem die inhaltlichen Materialien gesammelt werden. Schwerpunkte heute waren: Besprechung der letzten Stundeneinheit und anhand eines Fallbeispiels wurden im Rollenspiel die Streitsituation erprobt, mit dem Augenmerk auf das Verhalten der Streitschlichter. Anschließend gab es eines Feedbackrunde und Reflexionen mit den SchülerInnen zusammen.

Beobachtungen und Eindrücke:
Die Schüler/innen waren sehr motiviert, reflektiert und kritikfähig. Ingrid und Robert konnten unter sehr guter Anleitung den Kern der  Stunde herausarbeiten. Dabei stand die positive Verstärkung der Handlung der TeilnehmerInnen immer wieder im Vordergrund. Durch die wertschätzende Haltung der beiden SozialarbeiterInnen ist eine angenehme, gruppendynamische Atmosphäre vorhanden.  Dies hat mit sehr gut gefallen.

Theaterworkshop mit Ingrid und Stefan in der NMS St. Andrä

10 Schüler/innen konnten unter Anleitung des Theaterpädagogen Stefan in einer 2 Stundeneinheit  unterschiedliche Spielmethoden u.a. zur Aufwärmung, Aufbau der Gruppendynamik und Hineinversetzen von kleinen Rollen kennenlernen und umsetzten.
Die Schüler/innen waren sehr motiviert. Eine sehr gute Erfahrung, von dem ich einige neue Spielideen mitnehmen werde.

Gemeinsames Abendessen

Abends haben wir uns in großer, geselliger Runde zum Essen getroffen, um unsere Eindrücke und Erfahrungen der bisherigen Hospitation auszutauschen. Mit dabei waren Johannes Lickl, Gerrit Taucar, Marion Höllbacher, Helga Novak, Sandra Jensen, Ingrid Egger, Robert Kern, Christian Marczik , Bettina Schweighöfer, Wolfgang Pfeiffer, Gabi Schulte und ich.

Es war ein sehr schöner Abend mit anregenden Gesprächen. Danke!

Mär07

Gemeinsames Abendessen

Kategorie // Hospitation

Gedanken von Marion

Gemeinsames Abendessen

Gestern fand das gemeinsame Abendessen statt, um unsere Hospitantinnen willkommen zu heißen. Wie immer gute Gespräche in entspannter Atmosphäre und viel zu wenig Zeit.

Mein Eindruck: allen geht's gut und gefällt es, aber auch eine Hospitation kann sehr anstrengend sein.

Mär06

Wie es am zweiten Tag weitergeht...

Kategorie // Hospitation, Graz

Planung und Gedanken von Stefanie Heß

Heute werde ich an einem weiteren Sozialen Lernen in der VS Bertha von Suttner mit Robert Kern teilnehmen und im Anschluss an Beratungen in der NMS St. Andrä mit Ingrid Egger. Ich bin auf die Umsetzung und den Verlauf der Beratungen sehr gespannt.

Weitere Themen heute:

  • Streitschlichtungscoaching
  • Theaterworkshop (Freizeitangebot)

Mär05

Der erste Tag in Graz

Kategorie // Hospitation, Graz

aufgezeichnet von Gabi Schulte

Gestern Abend in Graz angekommen, ging es heute direkt los. Ich habe den ganzen Vormittag bei Bettinas Beratungen hospitiert.

Sie hat die Beratungen sehr professionell durchgeführt. Trotz komplexer und verwirrender Vorgaben von Seiten der Schüler hat sie die Struktur im Gespräch gehalten. Es ging um Themen wie Konfliktmediation, Cybermobbing und Probleme mit den Eltern.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es in Graz etwas ruhiger zugeht als in Berlin. Die erste Schule die NMS Algersdorf ist mit ihren 250 Schüler/innen relativ überschaubar.

Mein Eindruck am ersten Tag: Hauptaufgaben der Schulsozialarbeit nach meinem ersten Tag in Graz ist die Beratung einzelner Schüler, bei Konflikten untereinander und Soziales Lernen in Gruppen.

Danach habe ich sie zu einem interdisziplinärem Vernetzungstreffen bestehend aus Jugendamtssozialarbeiter/innen, Beratungslehrer/innen, Schulpsychologie, Schulärztin und Schulsozialarbeiter/innen begleitet. Interessant war für mich, dass der Auftrag des Jugendamtes sich auf Kinderschutzfälle konzentriert. Schuldistanz ist kein vorrangiges Hauptthema.

Wichtig für mich war noch der Austausch mit Bettina über die Wichigkeit der Vernetzung mit der Schule bei Projekten wie Soziales Lernen oder Konfliktlotsen. Gelingensbedingungen für die nachhaltige Umsetzung ist das inhaltliche Mittragen des Konzeptes.

Spannender erster Tag...so kann's weitergehen.

Mär05

Mein erster Tag in Graz

Kategorie // Hospitation, Graz

Eindrücke und Tagesablauf von Stefanie Heß

Auf geht's der erste Tag kann beginnen...

Soziales Lernen in der VS Karl Morre:
Ingrid Egger führte morgens  in einer 2. Klasse „Soziales Lernen“ durch, signifikant war schon die Klassenstärke von 16 Kindern. Der Schwerpunkt lag heute bei dem Thema: Gefühle. Der Stundeninhalt bezog sich auf  zwei Spiele und eine schriftliche Übung, in denen die Kinder sich ihrer Gefühle und dessen Benennung bewusster werden sollten. Anschließend wurde mit der Klassenlehrerin die Stunde reflektiert und das weitere Vorgehen besprochen.

Vernetzung unterschiedlicher Professionen (Gesundheitsteam) in der NMS St. Andrä:
(Teilnehmende: Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, Schulärztin, Schuldirektor)
Inhaltliche Planung und Strukturierung des Teams u.a. mit der Zielsetzung möglicher präventiver Projekte im Gesundheitsbereich im Kontext mit Schulkindern.

Laufender Austausch und Vergleiche über bestehende Strukturen und dem praktischen Arbeitsalltag in der schulbezogenen Jugendsozialarbeit mit Ingrid Egger, Robert Kern und Christian Marczik.  Hierbei fand ich es u.a. sehr interessant, dass die Sozialarbeiter/innen vor Ort an verschiedenen Schulstandorten (und –typen) eingesetzt sind. An den Schulen sind insgesamt weniger Schüler/innen vertreten, jedoch durch die Mehrzahl der Standorte kommen wir ungefähr auf den gleichen Betreuungsschlüssel. Des Weiteren finden auch hier regelmäßige Termine zum Austausch zwischen den Sozialarbeiter/innen im Großteam, mit den jeweiligen Schulleitungen und den BeratungslehrerInnen statt.

Gut war's...und interessant. So kann's weitergehen!

Mär04

An einem Sonntag Abend...Anfang März

Kategorie // Hospitation, Graz

Aufbruch zu einer Woche Hospitation in Graz

An einem Sonntag Abend...Anfang März

Während diese Zeilen geschrieben werden treffen zwei Schulsozialarbeiterinnen aus Berlin zur einwöchigen Hospitation in Graz ein. In der kommenden Woche werden sie hier im JoB_Blog in einem Hospitationstagebuch über ihre Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort berichten.

Was ist anders? Was ist besser? Was ist vielleicht nachahmenswert? Wie funktioniert die Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen an der Schule? Wie sind die Kernprozesse der Schulsozialarbeit definiert? Wie werden sie in der Praxis umgesetzt?

Die Daheimgebliebenen sind gespannt auf die regelmäßigen Berichte! Viel Spaß und Freude beim Sammeln neuer Eindrücke!